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Lohnstückkosten

Die Lohnkosten die auf eine bestimmte Leistungseinheit entfallen werden als Lohnstückkosten bezeichnet und stellen einen Indikator für die Wettbewerbsfähigkeit von Arbeitnehmern dar. Die Lohnstückkosten entwickeln sich in Abhängigkeit zur Produktivität und haben demzufolge einen Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen, Wirtschaftszweigen oder Regionen.

Die Lohnstückkosten haben entsprechend ihrem Verhältnis zu den Kapitalkosten einen Einfluss auf den Arbeitsmarkt. Steigen die Lohnkosten stärker als die Kapitalkosten hat dies zur Folge, dass mehr Fertigungsmaschinen eingesetzt werden und sich die Nutzung der Arbeitskraft verringert. Starke Schwankungen des Verhältnisses von Lohnkosten zu realer oder nominaler Produktivität führen über verschiedene Standorte zu regionalen Verwerfungen.  Insbesondere im Zuge der Existenzgründung haben Unternehmen die Lohnstückkosten umfassend zu analysieren.

Die Lohnstückkosten werden im Rahmen der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung zur Analyse des ausgeübten Drucks der Lohnkosten auf das Preisniveau genutzt und als Quotient aus Arbeitnehmerentgelt und Bruttoinlandsprodukt gebildet. Zu unterscheiden sind in diesem Zusammenhang die nominalen Lohnstückkosten, die über das reale BIP und die realen Lohnstückkosten, die über das nominale BIP berechnet werden.

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Info:
Lohnstückkosten ist Beitrag Nr. 77
Author:
JG am 9. November 2010 um 17:35
Kategorie:
Lexikon
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