Der Hebeleffekt oder Leverage-Effekt beschreibt den Effekt, dass in verschiedenen Bereichen wie der Kapitalstruktur, Kostenstruktur oder Derivate kleine Änderungen einer Variablen große Auswirkungen auf das abhängige Ergebnis haben.
Im Rahmen der Finanzierungskosten des Fremdkapitals beschreibt der Hebeleffekt den Einfluss des Fremdkapitals auf die Erhöhung der Eigenkapitalquote einer Investition. Dieser Hebeleffekt ist allerdings nur möglich wenn der Fremdkapitalzinssatz geringer ist als die Gesamtrentabilität der Investition. Ist die gegeben erhöht sich mit zunehmendem Verschuldungsgrad die Eigenkapitalrendite. Der eigentliche Hebeleffekt besteht darin, dass bei Erhöhung des Verschuldungsgrades geringe Änderungen des Fremdkapitalzinses einen großen Einfluss auf die Änderung der Eigenkapitalrentabilität haben. Wie der Hebeleffekt in dem Finanzplan von einem Geschäftskonzept zu berücksichtigen ist, legt eine Businessplan Vorlage dar.
Der Operating Leverage oder Gewinnhebel stellt einen Hebeleffekt dar, der die hohe Änderung des Gewinnes durch kleine Änderungen der prozentualen Absatzmenge beschreibt. Der Operating Leverage beschreibt demzufolge die Beziehung zwischen den variablen und den fixen Kosten eines Unternehmens, der bei hohen fixen und geringen variablen Kosten am größten ist. Bei Derivaten beschreibt der Hebeleffekt die erheblichen Änderungen des Basiswertes bei geringen Änderungen des Gewinns bzw. Verlustes bei Derivaten.